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Donnerstag, 08 Oktober 2015 07:08

Okinawa Kobudo im DKV

Kobujitsu (alte Kriegskunst) ist heute mehr als Kobudo (Weg der alten Kampfkunst) bekannt.

Waffen waren immer und sind noch immer in vielen Teilen der Welt ein Mittel, um sich im Kriegsfall zu verteidigen. Nach dem Verlust der Waffe, begann sich der Angegriffene mit Händen und Füßen zu wehren.

In Okinawa, dem Geburtsort des Karate und Kobudo, wurde schon immer beides als eine Einheit ausgeübt. Kampfkünstler betrachten die Beziehung zwischen Karate und Kobudo als die zwischen Mutter und Vater; ein Teil ist ohne dem anderen Teil unvollständig. Viele Meister des Okinawa Karate sagen, dass Karate ohne Kobudo mit einem Baum, der keine Früchte trägt, zu vergleichen ist.

 

Gichin Funakoshi Kobudo

Anfang 1920 als Karate von Okinawa nach Japan kam und durch Funakoshi Gichin Sensei vorgestellt wurde, war Kobudo immer Teil seines Unterrichts. Leider war aber danach Kobudo langsam in Vergessenheit geraten.

Heutzutage findet Kobudo seinen Weg zurück in den Karate-Unterricht. Als Beispiel kann u.a. Kanasawa Hirokazu Sensei (10. Dan) angeführt werden, der seine eigene Bo-Kata „Kanazawa No Bo“ entwickelte und lehrt.

Kobudo beinhaltetet aber neben dem Bo noch viele weitere Waffen, die z.B. im Okinawa Jinbukan Kubudo, das von Measara Jamal Sensei in Europa verbreitet wird, unterrichtet werden. Hier sind insbesondere nachfolgende Waffen anzuführen:

  • Bo (Langstab, 182 cm),
  • Sai (Dreizack),
  • Tunkwa (Tonfa, Schlagstock der Polizei),
  • Nunti (S-förmiger Dreizack),
  • Kama (Sichel),
  • Jo (Kurzer Stab, ca. 128 cm),
  • Teko (eine Art Schlagring),
  • Tecu (Schlagring),
  • Eku (Paddel),
  • Rokusoku Kama (Kama , versteckt in einem 6-Fuß-Bo),
  • Tinbe und Banto (Schild u. kleines Schwert),
  • Tinbe und Rochin (Schild und kleiner Speer),
  • Suruchin (Seil mit Stein, Steinschleuder),
  • Kuruman Bo (langer Stock mit Gelenken),
  • Nitan Bo (2 kurze Stöcke),
  • Sosetsukun (Nunchaku),
  • Sanchaku,

Viele dieser Waffen können in Deutschland leider nicht praktiziert werden, weil sie verboten sind.

             

Jamal Measara
In den Jahren ab 1970 reiste Measara Sensei nach Europa, um Karate und Kobudo zu unterrichten. In dieser Zeit war Kobudo dort völlig unbekannt. Auch in 1976 zu seiner zweiten Reise in die Schweiz und nach Deutschland war das Wort „Kobudo“ unbekannt. Lediglich die „Nunchaku“ waren auf Grund von Kinofilmen bekannt.

Anfang der 80er als Measara Sensei seine dritte Reise unternahm, waren lediglich Safty-Nunchaku erlaubt. Heute hingegen sind auch diese polizeilich verboten. Auch zu dieser Zeit war das Wort „Kobudo“ noch unbekannt und es gab kein Dojo, das Kobudo praktizierte. Okinawa Karate war damals ebenfalls nicht bekannt in Europa.

Erst in den Jahren nach 1990 wurde Kobudo in Deutschland entdeckt und es schossen Dojos wie Pilze aus dem Boden. Heute, nach ca. 20 Jahren, gibt es sehr viele hochgraduierte Großmeister und Gründer des Kobudo in Deutschland und Europa. Manche hatten ihre Graduierung schon nach dem Besuch eines

Seminars amerikanischer oder auch asiatischer Meister erhalten.

Die Okinawan Shorin Ryu Seibukan Karate Union Deutschland e.V. (SRSKUD e.V.) hatte schon immer Kobudo als Teil des Unterrichts praktiziert. Es wurde angestrebt, Okinawa Kobudo neben dem Okinawa Karate in den DKV als Stilrichtung zu integrieren. Dieser Traum Measara´s wurde nun durch die große Hilfe des Präsidenten des DKV und BKB, Wolfgang Weigert, erfüllt. In der DKV-Bundesversammlung wurde nun Kobudo als eigene Stilrichtung anerkannt.

Measara Sensei wurde zum Referenten und Prüfungsbeauftragten für Kobudo im BKB ernannt.

Die SRSKUD e.V. bietet seit Jahren eine Trainer-Ausbildung für Okinawa Karate und –Kobudo für Mitglieder des DKV an. Die nächsten Ausbildungsreihen für Kobudo beginnen ab 29.03.2014, für Karate ab 15.03.2014 im Honbu-Dojo in Kelheim (weitere Einzelheiten im Heft).

Diese Ausbildungsreihen sind wohl im DKV als auch in Okinawa selbst anerkannt.

Für mehr Infos steht Werner Bachhuber, Tel. 089 12350546, Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

Donnerstag, 08 Oktober 2015 07:05

Geschiche Kobudo

Die Geschichte des Kobudo beginnt im 15. Jahrhundert. In jener Zeit durfte weder Karate noch Kobudo öffentlich trainiert werden. Das Tragen von Waffen sowie der Handel mit ihnen war den Bewohnern der Ryu-Kyu-Inseln strengstens verboten. So waren sie den Übergriffen vagabundierender Ronin oder von Piraten schutzlos ausgeliefert.

Dies war sicherlich ein Grund, warum die Kobudo-Waffen aus den Werkzeugen des täglichen Gebrauchs der Bauern und Fischer entstanden.

Auf Okinawa, wie auch in Indien und China gehörte seit jeder zum Erlernen der waffenlosen Künste auch der Umgang mit den Kobudo-Waffen. Auf Okinawa galt der Grundsatz: "Voraussetzung dafür, ein guter Karateka zu sein, ist das Beherrschen der Kobudo-Waffen." Auf dem Weg vom traditionellen Karate zum Sportkarate geriet dabei das Kobudo immer mehr in Vergessenheit.

Damit dies nicht passieren sollte, gründete Sensei Yabuki Moden in 1925 den Ryu-Kyu-Kobujutsu-Verband. Sein Bestreben war das Weitergeben der Kunst im Umgang mit den traditionellen Waffen.

Sensei Shinken Taira war der wohl berühmteste Schüler von Sensei Yabuki Moden. Er wandelte die Katas seiner Meister ab, ordnete sie und erarbeitete somit 40 neue Kobudo-Katas, die er nach den Meistern bezeichnete, die sie schufen.

Sensei Shinko Matayoshi lernte unter seinem Meister Shokuko Agena die Waffen Bo, Sai, Eku und Kama. Danach ging er anch Chatan und übte dort bei Meister Irei den Umgang mit Nunchaku und Tunkwa. In der Manschurei lernte er zudem Messer- und Lassowerfen sowie das Reiten. In Shanghei unterrichtete ihn Meister Kingai in den Waffen Tinbei, Nunti sowie Surujin und weiteren Waffen. Sein Sohn Shimpo Matayoshi führte die Tradtition seines Vaters fort.

Einer seiner besten Schüler war Sensei Katsuyoshi Kanei, der Begründer des Jinbukan Kobudo. Er fügten den Katas eine Grundschule hinzu, damit die Schüler die teilweise schwierigen Techniken zunächst isoliert üben können. Durch das separate Training der Grundschultechniken wird das darauffolgende Erlernen einer Kata erheblich erleichtert. Im Jahre 1993 verstarb Sensei Kanei plötzlich und unerwarte.

Einer seiner Schüler wiederum war Sensei Jamal Measara, der das Jinbukan Kobudo nach Europa brachte. Sensei Measara gilt weltweit als anerkannter Experte der Okinawa Kampfkünste. Er hält die direkte Verbindung zum Weltverband des Kobudo auf Okinwas. Zusammen mit Sensei Katsuyoshi Kanei gründete er den International Okinawan Kobudo Kyokai-Verband.

Das Bestreben des heutige Kokusai Okinawa Kobudo Kyokai (Kobudo-Verband) unter der derzeitigen Leitung von Sensei Hitoshi Kanei, Sohn des legendären Katsuyoshi Kanei, gilt der Erhaltung und Verbreitung des unverfälschten und tradtitionellen Kobudo, so wie es die alten Meister entwickelten und lehrten.

Donnerstag, 08 Oktober 2015 06:42

Kobudo

Wir trainieren das traditionelle Jinbukan Kobudo. Diese alte Kobudoform stammt aus Okinawa (Inselgruppe Japans).

 

Auf Okinawa, wie auch Indien und China, ist es Tradition, sowohl die waffenlosen Künste als auch den Umgang mit den Waffen zu erlernen.

Auf Okinawa gilt der Grundsatz: Voraussetzung dafür, ein guter Karateka zu sein, ist das Beherrschen der Kobudo-Waffen.

 

Auf dem Weg vom traditionellen Karate zum Sportkarate geriet das Kobudo leider immer mehr in Vergessenheit.

 

Bei uns wird das unverfälschte, traditionelle Kobudo, so wie es die alten Meister entwickelten, gelehrt.

Freitag, 02 Oktober 2015 16:07

Yudansha SRS-Karate

Hier möchten wir unsere Karate-Schwarzgurtträger vorstellen:
Name  Grad  Prüfungsdatum 
Wiendl Norbert 6. Dan 03.12.2016
Bachhuber Werner 6. Dan 03.11.2019
Riess Oliver 6. Dan 03.11.2019

 

Name  Grad  Prüfungsdatum 
Perras Otmar 5. Dan 22.07.2011 
Bergers Robert 5. Dan 02.12.2016
Rabl Manfred 5. Dan 02.12.2016
Schmid Günther 5. Dan 03.11.2019
 
Name  Grad  Prüfungsdatum 
Gönenler Savas 4. Dan 10.12.2004
Geiger Thomas 4. Dan 10.12.2004
Donhauser Horst 4. Dan 24.05.2013
Linz Markus 4. Dan 08.05.2015
Zacherl Richard 4. Dan 08.05.2015
Altendorfer Herbert 4. Dan 02.12.2016
Hämmerl Stefan 4. Dan 02.12.2016
Herzog Daniel 4. Dan 28.04.2017
Aschenbrenner Roland 4. Dan 04.11.2017
Ostermair Daniela 4. Dan 03.11.2019
Cirt Iulia-Diana 4. Dan 03.11.2019
Lechner Teresa 4. Dan 03.11.2019
 
Name  Grad  Prüfungsdatum 
Scheller Hubert 3. Dan 1993
Stadler Andreas 3. Dan 10.12.2004
Steininger Robert 3. Dan 01.12.2006
Blagaic Daniel 3. Dan 17.10.2009
Röhrl Stefan 3. Dan 10.12.2010
Böhmer Christine, Dr. 3. Dan 30.11.2013
Horak Arno 3. Dan 30.11.2013
Vaerini Ulrich 3. Dan 11.06.2014
Korber Werner 3. Dan 02.12.2016
Schütz Tanja 3. Dan 02.12.2016
Grützner Thomas 3. Dan 28.04.2017
Stephan Chistoph 3. Dan 03.11.2019
 
Name  Grad  Prüfungsdatum 
Asam Georg 2. Dan 10.12.2004
Gök Nilifer 2. Dan 10.12.2004 
Schedlbauer Michael 2. Dan 10.12.2004
Scholz Frederic 2. Dan 10.12.2004
Wartner Thomas 2. Dan 10.12.2004
Benno Andreas 2. Dan 10.12.2004
Demir Yilmaz 2. Dan 10.12.2004
Engelmeier Anneliese 2. Dan 10.12.2004
Böhmer Annette 2. Dan 17.10.2009
Neumayer Dhristoph 2. Dan 14.03.2010
Bücherl Ramona 2. Dan 10.12.2010 
Ilg Stefan 2. Dan 10.12.2010
Oßmer Pia 2. Dan 22.07.2011
Reibig Manfred 2. Dan 22.07.2011
Leupold Monika 2. Dan 24.05.2013
Gerasimos Tegas 2. Dan 07.12.2013
Falter Markus 2. Dan 29.11.2014
Kornprobst Matthias 2. Dan 29.11.2014
Stöckel Klaus 2. Dan 29.11.2014
Oberschmid Wolfgang 2. Dan 15.03.2015
Schaffer Markus 2. Dan 15.03.2015
Pfeiffer Manfred 2. Dan 15.03.2015
Reiter Claudia 2. Dan 25.07.2015
Dominelli Bruno 2. Dan 02.12.2016
von Känel Emöke 2. Dan 02.12.2016
Euringer Leon 2. Dan 28.04.2017
Rathberger Angela 2. Dan 28.04.2017
Dr. Hengstler-Eger Rosmarie 2. Dan 04.11.2017
Gunters Thomas 2. Dan 25.11.2017
Pavlinovic Mario 2. Dan 25.11.2017
Birner Josef 2. Dan 21.04.2018
Meissner Sabine 2. Dan 07.07.2018
von Känel Sven 2. Dan 12.05.2019
Wagner Natallia 2. Dan 03.11.2019
 
Name  Grad  Prüfungsdatum 
Bachhuber-Suttner Barbara 1. Dan 18.04.1999
Rinck Hans-Jürgen 1. Dan 03.10.1999
Titze Matthias 1. Dan 14.11.1999
Pycia Andrea 1. Dan 19.05.2002
Aichinger Tina 1. Dan 07.02.2004
Schötz Robert 1. Dan 10.12.2004
Hoffmann Klaus 1. Dan 10.12.2004
Gruber Ramona 1. Dan 18.12.2005
Richter Thomas 1. Dan 01.12.2006
Leitermann Alexander 1. Dan 04.11.2007
Nagel Marco 1. Dan 14.06.2008
Wegener Oli 1. Dan 29.08.2008
Kobl Jürgen 1. Dan 07.12.2008
Schratzenstaller Bruno, Dr. 1. Dan 03.05.2009
Omdahl Glenn 1. Dan 17.10.2009
Schweiger Susanne 1. Dan 14.03.2010
Rückauf Sebastian 1. Dan 22.07.2011
Gschwendtner Matthias 1. Dan 02.12.2011
Staudt Doris 1. Dan 02.12.2011
Frisch Joachim 1. Dan 31.03.2012
Hagen Susann 1. Dan 31.03.2012
Hagen Thomas 1. Dan 31.03.2012
Nagel Nadine 1. Dan 18.11.2012
Börsch Alexander 1. Dan 16.12.2012
Wild Manfred 1. Dan 16.12.2012
Weinberger Rudi 1. Dan 16.12.2012
Michaels Mario 1. Dan 29.09.2013
Greindl Armin 1. Dan 30.11.2013
Greindl Sven 1. Dan 30.11.2013
Fuchs Bernd, Dr. 1. Dan 30.11.2013
Kirchner Siegfried 1. Dan 30.11.2013
Krumhoff Julia 1. Dan 30.11.2013
Weingartner Matthias 1. Dan 30.11.2013
Simoleit Cornelia 1. Dan 12.04.2014
Valsamidou Vasiliki 1. Dan 12.04.2014
Lauberger Robert 1. Dan  29.11.2014 
Rupprecht Marco 1. Dan  29.11.2014 
Kramel Bernhard 1. Dan 15.03.2015
Kramel Claudia 1. Dan 15.03.2015
Huber Martin 1. Dan 08.05.2015
Hainsch Atmi 1. Dan 25.07.2015
Hawe Hans 1. Dan 25.11.2015
Beier Tom 1. Dan 28.11.2015
Gellert Florian 1. Dan 20.03.2016
Loch Dieter Erich 1. Dan 20.03.2016
Wagner Helmut 1. Dan 20.03.2016
Baumgartner Tarina-Lisa 1. Dan 23.07.2016
Stöckel Olaf 1. Dan 23.07.2016
Kuchler Wolfgang 1. Dan 02.12.2016
Laube Markus 1. Dan 02.12.2016
Schwarz Katharina 1. Dan 02.12.2016
Werner Herbert 1. Dan 02.12.2016
Karapinar Suat 1. Dan 28.04.2017
Pönitz Marko 1. Dan 28.04.2017
Weiß Dominik 1. Dan 28.04.2017
Huber Marco 1. Dan 21.04.2018
Grauvogl Christian 1. Dan 07.07.2018
Halloul Raouf 1. Dan 07.07.2018
Lange Bernd Peter 1. Dan 07.07.2018
Mooser Ruppert 1. Dan 07.07.2018
Schücke Walter 1. Dan 07.07.2018
Scjhneider Martin 1. Dan 07.07.2018
Berchtold Lisa 1. Dan 10.11.2018
Nebe Robert 1. Dan 10.11.2018
Zacherl Korbinian 1. Dan 10.11.2018
Choraoba Martin 1. Dan 12.05.2019
Owens Danny 1. Dan 12.05.2019

 

Freitag, 02 Oktober 2015 16:02

Impressum

Anbieter:
Shorin Ryu Seibukan Karate-Union Deutschland e.V.

Frankfurter Ring 150 Haus 6
80807 München

Telefon: 089 35804879
Fax: 089 35804887

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Sitz:
Vereinsgericht Regensburg, VR691

Steuernummer:
143/221/70867

Vorstand (vertretungsberechtigt nach § 26 BGB):
1. Vorsitzender: Bruno Dominelli
2. Vorsitzender: Jamal Mesara
Schatzmeisterin: Lisa Berchtold
Stilrichtungsreferent: Werner Bachhuber

Verantwortlich für den Inhalt:
Werner Bachhuber

Telefon: 089 35 80 48 79

Fax: 0180 5 89 69 10 14 (14 ct/Minute aus dem dt. Festnetz)

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Freitag, 02 Oktober 2015 15:29

Sensei Shimabukuro Zenpo

Sensei Zenpo Shimabukuro ist Welt-Cheftrainer des Shorin Ryu Seibukan Karate.
 
Sensei Zenpo Shimabukuro wurde am 11. Oktober 1943 auf Okinawa geboren und trainierte zunächst ausschließlich unter seinem Vater, Sensei Zenryo Shimabukuro.
Im Alter von 19 Jahren schickte ihn dieser in die USA, wo er als Sensei lebte, unterrichtete und an zahlreichen Meisterschaften teilnahm. Nicht nur bei der Pennsylvania State Championship 1964, sondern auch bei den Canadian Internationals 1965 konnte er Siege erringen. Nach einer erfolgreichen Wettkampfkarriere kehrte er 1966 nach Okinawa zurück, um seinen Vater zu unterstützen.
Zu dieser Zeit suchte Sensei Chozo Nakama, ein Schüler von Sensei Choki Motobu und Sensei Chosin Chibana, Sensei Zenryo Shimabukuro auf. Da dieser darum bat in den Katas von Sensei Chotoku Kyan unterrichtet zu werden, übertrug der Meister seinem Sohn die Aufgabe, dem Verwandten Unterricht zu erteilen. Daraufhin verspürte der ,,Schüler“ das Bedürfnis, Sensei Zenpo Shimabukuro etwas zurückgeben zu müssen. Deshalb lehrte er ihn Motobu Chokis Katas Naihanchi 1-3 und Passai Guwa (kleine Passai), sowie Chibana Chosins Katas Pinan 1-5 und Jion. Auch diese Katas werden, neben den Kyan Katas, heute noch weitergegeben.
Sensei Zenpo Shimabukuro ist heute, im Alter von 69 Jahren, Träger des 10.Dan und repräsentiert einen der höchst rangigen und am meisten respektierten Senseis Okinawas. In allen 4 Karateverbänden der Insel hält er hohe Position inne und besucht regelmäßig die Seibukan Dojos rund um den Globus. Seine Reisen führen ihn dabei auch des öfteren nach Deutschland.
 

 

Freitag, 02 Oktober 2015 15:26

Was ist Karate?

KARATE - Ursprung und Philosophie

Okinawa, eine Insel südlich von Japan. In den drei Ortschaften Tomari, Shuri und Naha entwickelten sich die Selbstverteidigungstechniken ("Te") weiter. Es entstand das Tomari-Te  (Shorin-Ryu), Shuri-Te (Shorin-Ryu) und das Naha-Te (Shorei-Ryu). Karate ist ein Kampfsport, dessen Ursprünge bis etwas 520 Jahre n. Chr.  zurückreichen. Chinesische Mönche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen Übungen im Lauf der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung. Als Sport ist Karate relativ jung: Erst Anfang dieses Jahrhunderts entstand in Japan aus der  traditionellen Kampfkunst ein Kampfsport mit eigenem Regelwerk. Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wieder. Übersetzt bedeutet

"Karate-Do" soviel wie " der Weg der leeren Hand".

Im wörtlichen Sinn heißt das: Der Karateka (Karatekämpfer) ist waffenlos, seine Hand ist leer. Das "Kara" (leer) ist aber auch ein ethischer Anspruch. Danach soll der Karateka sein Inneres von negativen Gedanken und Gefühlen befreien, um bei allem, was ihm begegnet,  angemessen handeln zu können. Im Training und im Wettkampf wird dieser hohe ethische Anspruch konkret: Nicht Sieg oder Niederlage sind das eigentliche Ziel, sondern die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und äußerste Konzentration. Die Achtung des Gegners steht an oberster Stelle.

KARATE - ein Sport für Körper und Geist

Karate wird leider oftmals gleichgesetzt mit Bretterzerschlagen. Dieses Vorurteil entstammt öffentlichen Schauvorführungen, die auf Publikumswirksamkeit abzielen und Karate zur zirkusreifen Artistik erklären. In Wirklichkeit ist Karate jedoch alles andere als ein Sport für Selbstdarsteller. Im Training und Wettkampf werden Fuß- und  Fauststöße vor dem Auftreffen abgestoppt. Voraussetzung dafür ist Selbstdisziplin, Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem Partner und natürlich eine gute Körperbeherrschung, die im Kihon (Grundschule) systematisch aufgebaut wird. Aufgrund seiner vielseitigen Anforderungen an Körper und Geist ist Karate ideal als Ausgleich zu den Anforderungen des Alltags: Der Karateka trainiert Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Das macht fit! Mit Entspannungstechniken, Atemübungen und Meditation steigert er seine Konzentrationsfähigkeit und schult die eigene Körperwahrnehmung.

KARATE - eine moderne und wirksame Selbstverteidigung

Viele Karateka üben ihren Sport aus, um sich im Notfall selbst verteidigen zu können. Und tatsächlich ist Karate eine wirksame und praktikable Verteidigungsart. Kraft und körperliche Statur spielen in der Karate-Selbstverteidigung nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Gelassenheit. Nur wer bei einem Angriff nicht in Panik gerät, kann sich sinnvoll verteidigen. Deshalb vermitteln spezielle Lehrgänge neben technischen Fertigkeiten auch die  psychologischen Komponenten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Diese Aspekte machen Karate-Selbstverteidigung insbesondere für Frauen und Mädchen interessant.

KARATE - ein Sport für uns alle

Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitness oder Selbstverteidigung, Karate eröffnet allen Altersgruppen und Interessenslagen ein breites sportliches Betätigungsfeld. Karate ist nicht nur spannend für alt und jung. Durch die Vielseitigkeit fördert Karate Gesundheit und Wohlbefinden. Auch deshalb haben sich viele junge und ältere Menschen  für diesen Sport entschieden. In den meisten Vereinen gibt es Anfängerkurse, die den Einstieg leicht machen: Stufe um Stufe wachsen Geschicklichkeit und Leistungsvermögen. Die farbigen Gürtel der Budosportarten sind dabei Hilfe und Ansporn.

KARATE - Wettkampf und Tradition

Im Karate werden grundsätzlich zwei Wettkampfdisziplinen unterschieden:

Beim "Kumite" (Freikampf) stehen sich zwei Karateka auf einer Kampffläche gegenüber und versuchen, wertbare Stoß-, Schlag- und Tritttechniken anzubringen. Die Kriterien sind so gehalten, dass Verletzungen der Kampfpartner ausgeschlossen sind: wer sich nicht daran hält, wird disqualifiziert!

Die Disziplin "Kata" ist eine Abfolge genau fetgelegter Angriffs- und  Abwehrtechniken gegen mehrere imaginäre Gegner, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Man unterscheidet rund 50 verschiedene  Katas, deren Ästhetik im Einklang von Kampfgeist, Dynamik und Rhythmik liegen.

Manche Kata wurde über Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergegeben und ist Zeuge der Tradition des Karate. Jedem Vereinsmitglied ist die Teilnahme an Wettkämpfen und Turnieren freigestellt - ob im Kumite oder in der Kata, das entscheidet jeder selbst!

 

Freitag, 02 Oktober 2015 15:21

Geschichte Karate

Das Shorin Ryu Seibukan Karate (Seibukan heißt Schule der heiligen Kunst), entstand aus dem Sunkunaihayashi-Ryu, was soviel wie „wenig (kleiner) Waldstil“ bedeutet. Der Gründer des Sunkunaihayashi (Shobayashi)-Ryu war Sensei Chotoku Kyan. Er entwickelte seinen Stil aus dem Shuri-Te und Tomari-Te.

Der Name der Stilrichtung Shorin Ryu Sukunaihayashi geht zurück auf ihren chinesischen Ursprung, dem Shaolin-Kloster, in dem das Chuan Fa oder auch Shaolin-Kung-Fu entstanden ist. Die ersten Schriftzeichen wurden beibehalten um den Ursprung zu zeigen. (Sukunaihayashi bzw. Shorin ist die japanische Bezeichnung von Shaolin).

Der Gründer des Shorin-Ryu Seibukan Karate, Sensei Zenryo Shimabukuro (1909-1969), trainierte 10 Jahre lang unter Sensei Chotoku Kyan, bevor er selbst anfing in seinem Hause Karate zu unterrichten. Im Jahre 1962 baute er dann sein Dojo, welches er "Seibukan" nannte. Der Name (Sei = Heilige; bu = Kunst; kan = Schule) veranschaulicht die Einstellung Meister Shimabukuros zum Karate. In Karatekreisen war er ein hochgeschätztes Mitglied. Im Jahre 1964 wurde ihm der höchste Rang des Okinawa Karate von der All-Japan-Karate-Do-Federation verliehen - der 10. Dan (Rotgurt). Im Jahre 1969 starb Meister Zenryo Shimabukuro. Heute ist sein Sohn, Zenpo Shimabukuro (10. Dan), Supreme Sensei und unterrichtet in Okinawa im ISSKA-Hauptquartier.

 

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